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Fasten - Wie geht das?

Am 14. und 15. November wollen wir gemeinsam für unsere Stadt Dortmund fasten und beten. Klar, gebetet hast du schon mal. Aber wie fastet man? Wie macht man das konkret? Fasten ist eine wertvolle geistliche Übung – ein bewusster Verzicht, um sich neu auf Gott auszurichten. Damit die Fastentage zu einer guten und stärkenden Erfahrung werden, lohnt es sich, im Vorfeld einige Entscheidungen und Vorbereitungen zu treffen.

1. Die Entscheidung

Überlege dir zunächst, worauf du verzichten möchtest. Fasten kann vieles umfassen: Medien, Handy, Süßigkeiten, Alkohol, Nikotin, Konsum, Kaffee – oder Nahrung.

Beim Fasten von Nahrung hast du die Wahl zwischen einem Teilfasten (z. B. 1–2 Mahlzeiten weglassen) oder einem kompletten Verzicht auf feste Nahrung – die sogenannte „Königsdisziplin des Fastens“.

Wähle etwas aus, das dich wirklich herausfordert:

  • a) Etwas, das dir im Alltag viel Zeit raubt. Nutze die gewonnene Zeit bewusst in Gottes Gegenwart.

  • b) Etwas, das dich in eine Abhängigkeit bringt – und bei dessen Verzicht du lernst, dich ganz auf Jesus zu verlassen.

Bitte Gott um Klarheit, worauf du verzichten sollst. Falls möglich, nimm dir am Freitag, den 14. 11., frei und sage andere Termine ab – gönn dir diese Tage ganz bewusst mit Gott.

Wichtiger Hinweis: Menschen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme) oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten nur nach ärztlicher Rücksprache fasten.

2. Vorbereitung

a) Körperlich – beim Nahrungsverzicht

  • Besorge dir Gemüsebrühe (selbstgekocht oder fertig), leckere Kräutertees und Säfte zum Verdünnen.

  • Entlaste deinen Körper am Tag vor dem Fasten: Iss weniger und vor allem leichte, pflanzliche Kost (Müsli, Salate, frische Säfte, Vollkornprodukte).

  • Verzichte möglichst auf tierische Fette und Genussmittel wie Alkohol, Kaffee oder Süßigkeiten.

b) Geistlich

Überlege dir schon im Voraus:

  • Wie möchtest du Zeit mit Gott verbringen? (Spaziergänge, Malen, Tanzen, Worship-Musik hören, Bibel lesen, Beten …)

  • In welchen Lebensbereichen darf Gott dir seine Sicht zeigen?

  • Welche Gebetsanliegen aus „Fasten und Beten für Dortmund“ willst du besonders mittragen?

3. Die Fastentage

Während der Fastentage kannst du die üblichen Mahlzeiten durch Gemüsebrühe oder verdünnte Säfte ersetzen. Trinke ausreichend – am besten stilles Mineralwasser oder Kräutertee (bei Bedarf mit etwas Honig gesüßt).

Bewegung unterstützt den Körper in dieser Zeit:

  • Gehe spazieren, nimm Treppen statt den Aufzug, mache Dehnübungen oder leichte Kniebeugen.

  • Überfordere dich aber nicht – höre auf deinen Körper.

Mögliche Begleiterscheinungen sind Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Mund- oder Schweißgeruch sowie Hungergefühle. Diese Symptome sind in der Regel Anzeichen für den Entgiftungsprozess. Besonders, wenn du regelmäßig Kaffee oder Schwarztee trinkst, kann der plötzliche Verzicht Kopfschmerzen auslösen.

4. Das Fastenbrechen

Am Tag nach dem Fasten ist es wichtig, den Wiedereinstieg bewusst zu gestalten. Zelebriere die erste Mahlzeit – zum Beispiel mit einem hübsch angerichteten Apfel oder einer Karotte. Kauen und schmecken in Ruhe: Oft erlebt man dabei, wie intensiv Aromen wahrgenommen werden können.

Auch Mittag- und Abendessen sollten leicht und bekömmlich sein. Denk daran: Dein Stoffwechsel muss sich nach den Fastentagen erst wieder an die Nahrungsaufnahme gewöhnen.

Fasten bedeutet Verzicht – aber noch mehr: Gewinn. Mehr Zeit, mehr Klarheit, mehr Nähe zu Gott. Wer sich bewusst vorbereitet, wird diese Tage nicht nur als Herausforderung, sondern als tiefe Bereicherung erleben.